Die Spiegeltherapie ist eine rehabilitative Therapieform für Menschen nach einem Schlaganfall (z. B. Lähmung der Hand), sowie für Menschen mit starken Phantomschmerzen und Schmerzen nach Nerven- oder Nervenwurzelverletzungen. Bei dieser Methode stellt der Behandler einen Spiegel (90 Grad) senkrecht direkt an den Körper des Patienten. Der gesunde Körperteil wird gespiegelt und der kranke wird verdeckt. Unsere Körperwahrnehmung täuscht dem Gehirn vor, das der erkrankte Körperteil wieder funktioniert. Die Spiegeltherapie beeinflussst das Gehirn visuell. Das heißt, das Gehirn erhält illusorisch ein posetives Feedback für eine Bewegung, die nicht mehr fehlerfrei möglich ist. Durch diesen visuellen Reiz wird die zuständige geschrumpfte Gehirnregion wieder angeregt.
Die Spiegeltherapie zählt zu den nicht-medikamentösen Behandlungsformen.
Der Patient braucht eine gewisse Vorstellungskraft, Motivation und Konzentration. Die gelernten Übungen müssen zu Hause täglich 30 bis 60 Minuten geübt werden. Man weiß bisher, dass die Therapie über einen Zeitraum von 6 Monaten wirkt.
Bei der Spiegeltherapie kann es auch zu Nebenwirkungen kommen. Z.B. bei amputierter Extremität kann man Kälte, Wärme oder ein Kribbeln spüren. Das kann bei allen Verfahren vorkommen, die mit der Vorstellungskraft arbeiten. Wenn die Empfindungen sich zu unangenehm anfühlen, ist es ratsam, die Therapie abzubrechen.
Egal was passiert, egal welches Ereignis von außen kommt - jede Prüfung gibt und die Gelegenheit, über uns hinaus zu wachsen und in uns einen Raum aufzusuchen, wo wir fest verankert sind und uns nicht von den Widrigkeiten des Lebens erdrücken lassen.



Spiegeltherapie


